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Die Situation nach dem Tsunami in Weligama

1. Bericht nach der Flutkatastrophe

Am südlichsten Zipfel Sri Lankas - rund 200 km von der Hauptstadt Colombo entfernt - liegt Weligama. Weligama ist eine Kleinstadt und Siedlung für etwa 3000 in armen Verhältnissen lebende Singhalesen.




Die Flutwelle - in diesem Gebiet ca. 5m hoch - überrollte den Weligama in den Morgenstunden des 26.12.2004 mit der unglaublichen Wucht
von nahezu 800 km/h.
Sie machte die Stadt innerhalb von 20 Sekunden dem Erdboden gleich.
Die Bewohner hatten keine Chance: alles wurde zerstört, es gibt keine intakten Häuser mehr, kein Strom, kein Wasser, keine Straßen.


Auch ein städtischer Kindergarten, der nur 150 m vom Meer entfernt lag, wurde komplett zerstört.
Da in Sri Lanka der 26.12. ein Feiertag ist, waren glücklicherweise die 30 Kinder nicht im Kindergarten, - das hat sicherlich vielen von ihnen das Leben gerettet.

Dieser Kindergarten wird von der Stadt Weligama kostenlos zur Verfügung gestellt, und bietet so auch den Ärmsten im Ort die Möglichkeit ihren Kindern eine erste pädagogische Begleitung und Ausbildung zukommen zu lassen.
Durch die große Zerstörung in der gesamten Stadt, ist der Wiederaufbau des Kindergartens in der Priorität weit nach hinten gerutscht.
In seiner Neujahresansprache forderte der Bundeskanzler auf, Patenschaften zu bilden für die Opfer der Flut. Das haben die Erzieherinnen der Evangelischen Kindergärten in Ludwigsburg und im Kirchenbezirk sehr ernst genommen und wollen hier helfen.

Einige der Kindergartenkinder Weligama sind durch die furchtbare Welle zu Halb- oder Vollwaisen geworden – viele haben kein Zuhause mehr.
Uns ist es wichtig, dass die traumatisierten Kinder so schnell wie möglich wieder ein „normales“ Leben führen können und vielleicht mal wieder lachen können.
Wir sind der Meinung, dass der regelmäßige Besuch des Kindergartens einen großen Beitrag dazu leisten kann und wird.

Durch persönliche intensive Beziehung nach Sri Lanka und speziell nach Weligama hat Frau Petra Wanke, die selbst Erzieherin ist, für den Aufbau und eine langfristige Hilfe dieses Kindergartens geworben.

Sie steht in ständigem Kontakt mit einem singhalesischen Vertrauensmann, der sich um die Belange des Ortes kümmert und auch darauf achten wird, dass die gesammelten Spendengelder zweckgebunden verwendet werden. Jeder gespendete Euro soll gezielt ankommen.

Frau Wanke wird Mitte April und im August nach Sri Lanka fliegen und weitere Hilfsmittel mitnehmen, außerdem wird sie über den Stand des Wiederaufbaus berichten. Die Stadtverwaltung von Weligama ist sehr dankbar für unsere geplante Unterstützung und wird sofort nach Erhalt von ersten Spendengeldern mit dem Bau beginnen.

Für den Aufbau und für die Ausstattung des Kindergartens wird voraussichtlich ein Betrag in Höhe von 10.000 € erforderlich werden. Die teilnehmenden Kindergärten werden in den nächsten Wochen mit unterschiedlichen Aktionen für diese Projekt werben und Spendengelder sammeln. Private Spenden werden gerne entgegen genommen.


Kontakt und weitere Informationen unter 07141-875334 oder unter der speziell eingerichteten Rubrik 'Sri Lanka Fluthilfe' auf dieser Website unter www.fluthilfe.meinekirche.de

Dem Bedürftigen geben, heißt nicht schenken, sondern säen.

Aus dem Baskenland