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2008

Im Januar 2008 wurden mit Hilfe unserer Spendengelder 37 Kindern aus sehr armen Familien mit einem Einschulungsset versorgt. Die Kinder erhielten Schultaschen, Schuhe, Stifte und Hefte. Unser Vertrauensmann Herr Ajith Perera hatte in unserem Auftrag alle Anschaffungen übernommen, die dann im Rahmen einer kleinen Feier im Agrabodhi Tempel an die Kinder verteilt wurden.

Durch die schwierige politische und wirtschaftliche  Situation in Sri Lanka, die sich durch den neu aufgeflammten Bürgerkrieg und dem Zusammenbruch in der Tourismusbranche noch verschärft hat, leidet die Bevölkerung.  Die hohe Arbeitslosigkeit und die steigenden Reis- und Energiepreise führen dazu, dass sich die Familien nur noch mit Mühe ausreichend ernähren können.

Unsere Unterstützung wurde daher sehr dankbar angenommen. Mit nur 14 € pro Kind, konnten wir zu einem ordentlichen Schulstart verhelfen.

Im März 2008 war ich wieder für 2 Wochen in Sri Lanka. Die Kinder und Eltern des Agrabodhi Kindergartens begrüßten mich herzlich. Als Geschenk unserer Kindergärten überbrachte ich Bälle für den Kindergarten.Auf Wunsch der Erzieherinnen besorgte ich fehlendes Spiel- und Bastelmaterial.

Viel dringender waren die Bitten aus einem Kindergarten, der im „Tsunamidorf“ Weligama-Midigama an uns gerichtet wurde. Der neu erbaute Kindergarten benötigte dringend Bastel- noch Spielmaterial. Die Kindergarteneltern des „Tsunamidorfes“ müssen für das Mal- und Bastelmaterial selbst aufkommen, wozu viele Eltern nicht in der Lage sind. Da es noch keine offizielle Verwaltungsstruktur für das Dorf gibt, haben wir uns entschlossen schnell zu helfen und für 38 Kinder Stifte, Farben, Papier, Klebstoff und Arbeitshefte gekauft.

Kindergarten im Tsunamidorf „Weligama-Midigama

Einer der beiden Gruppenräume

In Weligama bat uns der Präsident der Verwaltungsgemeinschaft einen Kindergarten zu besichtigen, der mehrheitlich von umgesiedelten Fischerkindern aus der Tsunami zerstörten Region besucht wird und dringend renoviert werden muss.

Gemeinsam fuhren wir mit dem Präsidenten Herrn Abakom in das 8 km entfernte  Hinderland von Weligama und waren erschüttert, als wir das einsturzgefährtete Gebäude sahen.

Wir haben bis jetzt insgesamt 12.150,77 € an Spendengeldern direkt für das Fluthilfeprojekt in Sri Lanka ausgegeben, ohne Verwaltungsgebühren oder Reisekosten zu berechnen. Wir gehen gewissenhaft mit den Spendengeldern um und prüfen regelmäßig vor Ort die Ausgaben und die Notwendigkeit der beabsichtigten Maßnahmen. Sie erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.

Petra Wanke, April 2008

Dem Bedürftigen geben, heißt nicht schenken, sondern säen.

Aus dem Baskenland