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Besuch in der Sumudu Janavijaya Pre School

Wenn morgens kurz nach 8:30 Uhr die Kindergartenkinder mit ihren Müttern in die Einrichtung kommen, ist es nach kurzer Zeit sehr umtriebig. Es wird begrüßt, die Taschen an den Haken gehängt und noch einige Informationen mit der Erzieherin ausgetauscht. Wenn alle Mütter gegangen sind, versammeln sich die Kinder zum Morgengebet und legen in kleine Schälchen angerichtet Frangipani und Jasminblüten vor der Buddha Statur ab. Bereits um 9:00 Uhr kommt die " Früchtetante", wie die Kinder Frau Irangani nennen, um das Obst vorzubereiten und anschließend zum Frühstück zu verteilen. Natürlich wird gespielt, gemalt und gebastelt. Jedes Kind besitzt eine Arbeitsmappe, in der kunstvoll die Sinhala Schriftzeichen geschrieben werden.

Im April 2011 brachten wir am Vormittag Überraschungsgäste aus Deutschland mit in den Kindergarten. Markus und Gloria, die Lehrerin an einer Grundschule ist. Im Morgenkreis sangen wir den Kindern gemeinsam ein Begrüßungslied, die Kinder antworteten mit einem singhalesischen Bewegungslied und zeigten eifrig ihr Können.

Unser Übersetzer Ajith hatte viel zu tun, all die Fragen und Erzählungen von Englisch in Sinhala zu übersetzen. Nach dem gemeinsamen Spiel im Garten verabschiedeten wir uns und besuchten noch die Sri Sumangala Mädchenschule in Weligama. Dort werden ca. 2000 Mädchen unterrichtet. Etwas fassungslos machte es uns, dass in einer Klasse 2 Unterrichtsfächer gleichzeitig unterrichtet werden (Englisch und Mathematik). Bei ca. 34 C Außentemperatur kaum vorstellbar, dass sich die Mädchen voll auf den Unterrichtsstoff konzentrieren können. Im Gespräch mit der Schulleiterin wurde schnell klar, dass Eltern, die es sich leisten können, ihre Kinder am Nachmittag noch in die "Privatclasses" schicken. Eltern wünschen sich für ihre Kinder Bildung, um ihnen später ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Wunsch, der nur für wenige in Erfüllung geht.

Dem Bedürftigen geben, heißt nicht schenken, sondern säen.

Aus dem Baskenland