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Weligama

ist ca. 160 km südlich von Colombo und bedeutet in der Übersetzung: „sandiges Dorf“.

Am Ortseingang von Weligama sitzen die Stelzenfischer auf Holzstäben im Meer. Mit einfachen Angeln und Netzen versuchen sie Fische zu fangen. Wie es sich so lange in der Hitze und auf Stelzen im Meer  aushalten lässt, ist schwer vorstellbar. Die Stelzenfischer gibt es nur in Weligama. Die Holzstelzen sind begrenzt und begehrt, daher werden sie nur vererbt. Ein beliebtes Fotomotiv für Touristen.

Die meisten Menschen verdienen ihr Geld mit der Fischerei. Mit den Booten fahren sie oft bis zu 4 Wochen aufs Meer um bessere Fanggründe zu finden. Der Fischfang hängt vom Monsun ab, daher ist das Einkommen für die Fischer und das umliegende Gewerbe unsicher und keinesfalls regelmäßig. Viele Familien leben weit unter der Armutsgrenze. Durch die großen Hochseeflotten der großen Industrienationen ist die Überfischung spürbar und so kommt es immer wieder zu Konflikten mit Indien bezüglich der Fangrechte und Grenzen.

 

Es gibt kleine Flächen für den Reisanbau und eine Fabrik zur Herstellung von Sisal. In 2 großen Batikfabriken wird unter einfachsten Bedingungen Bekleidung, Tisch- und Bettwäsche hergestellt. Stundenlang sitzen die Frauen gebückt auf dem Boden, färben ein und waschen Wachs aus den Stoffen. Die Männer stehen neben den heißen Wannen und färben die Stoffe ein. Für alle Beschäftigten ist das eine schwere körperliche Arbeit. Eine kleine  Kautschukfabrik wurde geschlossen, die Kauschukplantagen werden jedoch weiterhin bewirtschaftet. Der gute Ceylon Zimt wächst auch in Weligamas Umland.

Der Großteil der Bevölkerung in Weligama sind Buddhisten. Muslime, die überwiegend in eigenen Stadtteilen wohnen, haben eigene Schulen und Kindergärten, nur wenige Kinder besuchen gemeinsam mit den singhalesischen Kindern die staatlichen Schulen. Auch Christen und Tamilen gehören zur Minderheit. Die meisten Konflikte entzünden sich an den ethnischen Unterschieden. Touristisch entwickelt sich Weligama zu einem beliebten Urlaubsort. Nach der Flutwelle und dem Ende des Bürgerkriegs begann der Bauboom. Die Hoffnung auf ein besseres Einkommen und Leben ist auf den Tourismus gerichtet. Die Zukunft wird zeigen, ob für die Bevölkerung tatsächlich eine Besserung eintritt.